Erfolgreicher DRS Auftakt - Gesamtrang 3 für Wallenwein/Kopczyk

So wechselhaft wie das Eifelwetter beim vierten Lauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft 2008 vergangenes Wochenende rund um Daun, verlief die Rallye auch für Mark Wallenwein und Stefan Kopczyk im Citroen C2R2. Nach einem zufriedenstellenden Auftakt sorgte nach dem Start der vierten Wertungsprüfung ein aus der Verankerung gerissener Schaltbock für vier Minuten Zeitverlust. Doch das Citroen Duo gab nicht auf und kämpfte sich auf den noch ausstehenden neun Spezialprüfungen wieder auf den vierten Divisionsrang nach vorn. Der Lohn der Arbeit sind 10 wertvolle Punkte in derDRM-Wertung.

Mit besonderer Vorfreude fieberten die Wallenwein Rallyesport Youngster der Eifel Rallye entgegen. Nicht nur die vielleicht schönsten und selektivsten Wertungsprüfungen im Rahmen der Deutschen Rallyemeisterschaft erwartete die beiden bei Ihrer Premiere in der Eifel, sondern auch eine stark besetzte Division mit teils typgleichen Fahrzeugen. Dabei wusste allen voran Junior-WM Pilot Hans Weijs Junior im CitroenC2R2 Max zu überzeugen. Von der ersten Wertungsprüfung an übernahm der die Divisionsführung und gab diese bis zum Ende nicht mehr her. Dahinter entbrannte ein zumindest gelegentlicher Zweikampf zwischen Klassenprimus Peter Zehetmaier/Jürgen Breuer (Honda Civic Type-R) und dem Stuttgart/Heilbronner Duo Mark Wallenwein/Stefan Kopczyk.

"Auf der ersten WP am Freitagabend haben wir zunächst in Form von Intermediate-Reifen auf Sicherheit gesetzt. Wir haben mit deutlich mehr Feuchtigkeit und Schmutz in den Waldpassagen gerechnet. Die anderen Divisionsgegner setzten mehrheitlich auf Slicks und sollten damit besser fahren." Auf der zweiten WP am Samstagmorgen "Risselberg 1" waren Wallenwein/Kopczyk lediglich 3,7 Sekunden hinter der Zeit von Zehetmaier/Breuer zurück. "So nah waren wir das ganze Jahr über noch nicht dran. Peter ist seit Jahren das Maß der Dinge in dieser Klasse und eine gute Orientierung für uns." Hinter dem Führungstrio lauerten indes die Luxemburger Wagners/Rivers auf Ihre Chance und schoben sich nach den technischen Problemen auf WP vier an Wallenwein/Kopczyk vorbei. "Kurz nach dem Start konnten wir beim anbremsen einer Kehre nicht mehr herunterschalten. Wir haben angehalten, um das Problem zu lokalisieren. Das hat einige Minuten gedauert. Dann haben wir den dritten Gang manuell eingelegt und sind noch in das Ziel der Prüfung gerollt. Im darauffolgenden Service hat die Mannschaft einen tollen Job gemacht und die Schalteinheit wieder befestigt."

Vor Wertungsprüfung fünf lagen Wallenwein / Kopczyk in fast aussichtloser Position weit abgeschlagen auf dem zehnten Divisionsrang. Doch auf den folgenden Wertungsprüfungen fand man einen guten Rhythmus und konnte sich mit stetigen Top drei Zeiten wieder nach vorn kämpfen. Auf der elften WP gab es nochmal ein -déja vue-. Denn der Schaltbock verselbstständigte sich ein weiteres Mal und kostete abermals Sekunden. "Wieder konnten wir ab der WP-Halbzeit nur auf einen einzigen Gang zurückgreifen und uns durchschleppen." Ein Spanngurt verhalf den beiden anschließend zur Fixierung des ganzen und damit zur Weiterfahrt.

Trotz aller Probleme erreichte man das Ziel in Daun als vierter der Division drei. "Wir sind nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Mark hat nach dem technischen Gebrechen kühlen Kopf bewahrt und uns mit seinem technischen Sachverstand im Rennen gehalten", berichtet Stefan im Ziel. "Die Wertungsprüfungen haben riesen Spaß gemacht. Nach unseren Problemen stand das Ergebnis nicht mehr im Vordergrund. Wir wollten nur irgendwie diese genialen Wertungsprüfungen unter die Räder nehmen. Das es dann noch zum vierten Rang gereicht hat, freut uns sehr", so Mark Wallenwein im Ziel in Daun.

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