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Erschöpft
und überglücklich erreichen Mark Wallenwein und Stefan
Kopczyk das Ziel der "Neste OIL Rally Finland". Im "Land
der tausend Seen und Sprünge" fand am letzten Wochenende
(30. Juli bis 02. August) der neunte Lauf zur Rallye Weltmeisterschaft
statt. Mit vier Punkten im Gepäck feierten die deutschen
Nachwuchsfahrer einen tollen Einstand in der JWRC.
Die
Finnland-Rallye zählte schon immer zu den schwierigsten Veranstaltungen
im Kalender der Rallye Weltmeisterschaft. Mark und Stefan entwickelten
bereits vor 3 Jahren eine Vorliebe für die Strecken in den
finnischen Wäldern und steigerten dank regelmäßigen
Starts ihre Fahrqualitäten auf losem Untergrund deutlich.
In diesem Jahr war dennoch vieles anders: Neben dem ersten Einsatz
im eigenen Fahrzeug bestritt das Duo seine Premiere in der Junioren
Rallye Weltmeisterschaft (JWRC). Mit dem zweiten Platz in der
Klasse A7, dem fünften Rang in der JWRC und dem 25. Gesamtrang
glänzten sie trotz mehrerer Probleme.
Die
Rallye Finnland begrüßte seine Teilnehmer und die zu
hunderttausenden angereisten Zuschauer mit bestem Spätsommerwetter.
Vor einer grandiosen Kulisse eröffnete der Zuschauerrundkurs
"Killeri" am Donnerstagabend standesgemäß
diese Kultveranstaltung: "Das war ein toller Auftakt",
schwärmte Copilot Kopzyk bereits nach den ersten Kilometern.
Nach planmäßig vorsichtigem Start in den Freitag begann
die Besatzung des Renault Clio R3 das Tempo am Nachmittag zu steigern:
"Die Strecken sind hart und strapazieren das Material. Gerade
auf den ersten Prüfungen gab es viele Reifenschäden
zu beobachten. Wir liefen gleich zwei Mal auf Teilnehmer auf und
verloren in deren Staubfahne viel Zeit, bevor wir die mit Plattfüßen
"hinkenden" Kontrahenten überholen konnten. Auch
wir blieben davor nicht verschont, doch hatten wir Glück
dass uns dieser erst kurz vor dem WP-Ende ereilte. Mehr Probleme
bereitete uns ein defekter Bremssattel, der die hintere Bremse
für mehre Kilometer lahm legte. Dazu bemerkten wir im Schlussservice
eine gerissene Ölwanne. Unsere Servicecrew arbeitete hervorragend
und erledigte alle Arbeiten in der vorgegebenen Zeit", berichtete
Mark Wallenwein am Freitagabend.
Nach
gutem Start in den Samstag bremsten erneut technische Probleme
den Vorwärtsdrang ein: "Auf der letzten Prüfung
hatten wir plötzlich keine Bremse mehr. Diesmal tauchte das
Problem vorne auf, was die Situation nochmals verschärfte.
Wir mussten fast 10 Kilometer nur mit der Handbremse bis ins Ziel
zurück legen. Unser Fahrstil sah dabei sicherlich sehr abenteuerlich
aus, doch die Situation war wirklich alles andere als einfach.
Zudem stellten wir im Service eine gerissene Motoraufhängung
fest, was uns für den letzten Tag zu einer vorsichtigen Fahrt
zwingt. Bei einer harten Landung würden wir einen Motorschaden
riskieren, daher müssen wir Gas rausnehmen", resümierte
der Gewinner der ADAC Sichtung Sport im Etappenziel.
Mit
gedrosseltem Tempo erreichte das Stuttgarter / Heilbronner - Gespann
im Renault Clio am Sonntagmittag das Podium in Jyväskylä
und wurde von den Fans lautstark empfangen. "Alles in allem
sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Vier WM Punkte sind
mehr als wir uns je erträumt hätten. Ohne unsere Probleme
wäre sicherlich noch mehr drin gewesen. Wir blicken optimistisch
in die Zukunft und freuen uns schon jetzt auf den nächsten
Lauf zur Rallye Weltmeisterschaft, den wir Anfang Oktober in Spanien
absolvieren werden. Nachdem alles unsere letzten Veranstaltungen
auf Schotter stattfanden, müssen wir uns wieder auf Asphalt
umstellen. Vielleicht können wir zuvor noch die ein- oder
andere Veranstaltung zu Testzwecken nutzen
", strahlte
Mark Wallenwein zufrieden im Ziel.
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