Glanzvorstellung ohne Happy End

Am letzten Wochenende (03./04. April) reiste Mark Wallenwein zur ADAC Wikinger Rallye nach Schleswig. Zusammen mit seinem Heilbronner Copiloten Stefan Kopczyk startete er beim zweiten Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft. Mit dem spektakulären Renault Clio R3 führte das Duo souverän die Division 2 an, sogar im Gesamtklassement lagen sie unter den Top 5.

"Ganz oben in Deutschland", lautete der Werbeslogan der Veranstaltergemeinschaft, tatsächlich ist die Rallye nicht nur geografisch weit oben anzusiedeln. Für norddeutsche Verhältnisse gibt es in Schleswig-Holstein viele Kuppen und eine Kurve folgt der anderen. Auch in Bezug auf die Organisation gab es wenig auszusetzen. Dazu gesellte sich die Sonne mit frühlingshaften Temperaturen, so macht Rallye spaß. Die beiden Youngster starteten gut vorbereitet und hoch motiviert in die Veranstaltung. Mit einer Fabelzeit auf dem Zuschauerrundkurs "Lottorf" verblüfften sie die Konkurrenz. Mit über 17 Sekunden Rückstand folgte Markenkollege Carsten Mohe als Zweitschnellster. "Das war mein Geburtstagsgeschenk für Stefan, das hatte er sich schließlich gewünscht", strahlte Mark sichtlich zufrieden am Abend.

Auch am nächsten Morgen ging das Renault - Duo mit großem Engagement zu Werke. Bis zum Nachmittag konnten sie 6 von 8 Divisionsbestzeiten auf der Habenseite verbuchen. Munter tobten Markund Stefan auf den vordersten Rängen mit und hatten sichtlich großen Fahrspaß. Die zahlreich versammelten Zuschauer honorierten die tolle Vorstellung mit großem Applaus. Am frühen Nachmittag wechselte das Wetter schlagartig und die Temperatur fiel von lauen 17 Grad auf kalte 6 Grad. Nicht nur die frostige Temperatur ließ Mark Wallenwein einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Auf der neunten von 13 Wertungsprüfungen geschah das Unfassbare. Nach eine lauten Knall verstummte der Wagen. Ein kapitaler Motorschaden stoppte die furiose Fahrt des talentierten Stuttgarters schlagartig. Das bereits zu greifen nahe Traumergebnis löste sich in Rauch auf…

Mark Wallenwein nach seinem Ausfall: "Natürlich sind wir enttäuscht! Wir hatten einen guten Aufschrieb erstellt und fanden einen super Rhythmus. Es passte einfach alles! Wir lagen klar vor unseren Konkurrenten und wären mit diesem Ergebnis sogar unter den Top 5 in der Meisterschaft gelandet. Aber das hilft uns leider nicht weiter! Wir müssen nach vorne schauen, einen neuen Motor finden und bei der Rallye Vogelsberg an gleicher Stelle weitermachen. Irgendwann muss unsere Pechsträhne endlich mal enden!"

Video: Wikinger Onboard SS1
 
Video: Rollout Fabia S2000
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