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Der 22-jährige
Mark Wallenwein ist die Überraschung des Auftakts zur Deutschen
Rallye Meisterschaft. Mit vier Bestzeiten und dem dritten Platz
im Gesamtklassement fuhr der von der ADAC Stiftung Sport unterstützte
Youngster in seiner ersten Rallye mit dem Fabia S2000 mit seinem
Teamkollegen Matthias Kahle, dem zweifachen Meister Herrmann Gaßner
und seinem Bruder Sandro, dem DRM-Vizemeister des Vorjahres, auf
gleichem Niveau.
Im Interview steht der junge Stuttgarter wenige Tage nach seiner
erfolgreichen Premiere Rede und Antwort.
Ganz ehrlich: Hattest Du mit einem solchen Einstand gerechnet?
Nein, in keinem
Fall. Ich wusste, dass wir gut vorbereitet sind. Auch der Roll-Out
hat mich positiv gestimmt. Aber gleich auf Augenhöhe mit
Matthias Kahle kämpfen zu können, übertraf auch
meine Erwartungen.
Seit dem Roll-Out schwärmst Du vom Fabia S2000 in den
höchsten Tönen. Was zeichnet das Auto besonders aus?
Es ist das schnellste
Rallyeauto, das ich je gefahren bin. Dabei ist das Fahren viel
einfacher als ich gedacht habe. Mein Beifahrer Stefan Kopczyk
und ich haben uns sehr schnell wohl gefühlt und sind von
den Fahrleistungen schlichtweg begeistert. Der Fabia ist sehr
gut entwickelt und vermittelt ein sicheres Fahrgefühl, selbst
bei extrem rutschigen Streckenbelägen, wie wir sie z. B.
bei der Wikinger Rallye vorgefunden haben. Es macht einfach Spaß,
mit diesem Auto zu fahren.
Über deinen kleinen Fehler bei der Wikinger Rallye, der vielleicht
den Gesamtsieg gekostet hat, hast Du Dich sehr geärgert.
Ist der Ärger mittlerweile verflogen?
Ja, der Ärger
ist verflogen. Fehler passieren, das gehört zum Rallyesport.
Man sollte lernen, nach vorne zu schauen und sich auf das Wesentliche
zu konzentrieren. In jedem Fall ist es mein Ziel, konstanter zu
agieren und solche kleinen Fehler zu vermeiden.
Nur 6,9 Sekunden fehlten Dir bei der Wikinger Rallye auf Deinen
Bruder Sandro. Fünf Punkte trennen Euch in der Meisterschaft.
Du bist also bei der Rallye ein ernstzunehmender Gegner für
ihn. Hängt jetzt bei den Wallenweins der Haussegen schief?
Meine gesamte Familie
betreibt seit fast 40 Jahren Rallye-Sport. Wir gönnen uns
gegenseitig, was wir erreicht haben und versuchen, unsere Erfahrungen
so gut es geht auszutauschen. Erfahrung ist in unserem Sport unglaublich
wichtig. Außerdem belebt Konkurrenz ja bekanntlich das Geschäft.
Du hast Armin Schwarz als Berater an Deiner Seite. Was war
der wichtigste Tipp von ihm beim schwierigen Saisonauftakt?
Armin hat mir vor
allem geholfen, die Ruhe zu bewahren und mich bei den schwierigen
Reifenentscheidungen unterstützt. Ich weiß das sehr
zu schätzen und freue mich über jeden Tipp, den ich
von einem so erfolgreichen und erfahrenen Rallyepiloten bekommen
kann.
Wenn Du den Saisonauftakt 2009 mit dem von 2010 vergleichst
- was ist der größte Unterschied?
Die Bedingungen
2010 waren um einiges anspruchsvoller als 2009, vor allen Dingen
durch das schlechte Wetter. Der größte Unterschied
ist aber wohl die Zielankunft, die mir im letzten Jahr verwehrt
blieb.
Bis zum nächsten Meisterschaftslauf sind es noch (15)
Tage. Wie verbringst Du die Zeit bis dahin?
Da ich erst ab kommenden
Oktober mein Betriebswirtschaftsstudium fortsetze, arbeite ich
derzeit im familieneigenen Rallye-Betrieb. Dort bereite ich die
Einsätze für unsere Kunden vor und versuche, neue Sponsoren
zu akquirieren. Viel Zeit werde ich aber auch damit verbringen,
die Inboardaufnahmen von der Wikinger Rallye zu analysieren, um
meinen Fahrstil zu verbessern.
Was erwartest Du von der Vogelsberg Rallye?
Vor allem einen
spannenden Kampf um den Sieg. Sollte es trocken bleiben, werden
neben den Gruppe N-Piloten auch die Porsche Piloten alles daran
setzen, Ihren ersten Saisonsieg zu landen.
Aktuelle Filme von
der Deutschen Rallye Meisterschaft mit Mark Wallenwein und Matthias
Kahle unter www.rallyemovie24.de.
Nächster DRM
Lauf:
16.- 17. April Hessen Rallye Vogelsberg (Schlitz)
Deutsche Rallye Meisterschaft 2010
Fahrerwertung nach 1 von 5 Läufen
1. Matthias Kahle
/ Peter Göbel 30 P.
2. Sandro Wallenwein / Marcus Poschner 23
3. Felix Herbold / Kevin Zemanik 20
4. Lars Mysliwietz / Oliver Schumacher 20
5. Mark Wallenwein / Stefan Kopczyk 18
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